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Ringe

Ringe dokumentieren immer die Zeit der Träger. Der Ring offenbart dem Betrachter weitaus mehr, als seine optische Schönheit als Schmuckstück. Vielmehr ist das Ansehen von Ringen ein Blick in die Seele von Menschen. Schmuckstücke sagen etwas über die Entwicklung oder Einstellung aus. Ringe besiegelten einst komplette Hierachien und stehen bis heut für Hoffnungen, Gefühle und Werte. Sie halten ganze Epochen lebendig und lassen an Geschichten teilhaben! 

Das kreisrunde Schmuckstück war schon immer ein Ausdruck von Kulturen und Ansichten der Gesellschaft. Seit über 21.000 Jahren bereits schmücken Ringe die Hände und Finger von Menschen. Zunächst aus Mammutelfenbein, Holz, Stein oder Knochen gefertigt, wurden Ringe später auch aus Edelmetallen, Bronze, Eisen oder sogar Glas gefertigt. 

Ringe und die Bedeutungen

Auch die Bedeutung des Rings ist so unterschiedlich wie sein Aussehen über die Jahrtausende! Im europäischen Mittelalter und der Antike war ein Ring das Schmuckstück der Oberschicht und war hier ein Zeichen von Macht. Eine Schutz- und Heilfunktion zum Beispiel erreichte der Ring ebenfalls im Mittelalter. Hier wurden dem Ring Krötensteine für die heilende Wirkung zugefügt. Auch zu rituellen Zwecken oder auch als vormünzliches Zahlungsmittel und ebenso als Gedenk-Schmuck wurden Ringe genutzt. 

Und die Aufgaben des kleinen, runden Schmuckstücks gehen noch weiter. So werden Ringe als Zeichen des religiösen Standes getragen, als Auszeichnung für künstlerische Leistungen angesteckt oder tragen einen Berufsstand nach außen. Und natürlich – Ringe sind schon im Erzähltgut das Symbol für Beziehungen und Bindungen und die Liebe! Immerhin besitzt der Ring in seiner Kreisform kein Anfang und Ende und symbolisiert so die Unendlichkeit! Verlobungsringe und Trauringe gab es hierbei bereits im Hochmittelalter.

Eine ganz besondere Rolle nehmen Ringe mit Funktion ein, zum Beispiel bei dem Siegelring oder Giftring. Beide Ringe sind aus der Antike bekannt. Und ja, beim Giftring war tatsächlich ein kleines Behältnis eingearbitet, das eine ausreichende Menge Gift aufnehmen konnte, um es jemandem ohne Reue in das Getränk oder das Essen zu mischen. Der Siegelring ist weitaus freundlicher. Hierbei handelt es sich um einen Ring, der ein Stempel ist.

Antike Ringe im Wandel der Zeit

Spätestens mit den Ausgrabungen von Pompeji sowie nach der französischen Revolution 1789 wurde das Interesse für die Antike geweckt. Auch die Optik des Schmucks wandelte sich hierdurch grundlegend. So gerieten klassisch griechiche und römische Designs in den Fokus. Als modisch galten Ringe, welche sog. Gemme im Design trugen. Dabei bezeichnet Gemmee einen reliefartig gravierten Edelstein. Hieraus entwickelte sich eine regelrechte Gravur-Kunst für die Gemmen-Ringe, meist auf Grundlage von dem Achat sowie Muschelschalen. Die Reichen trugen trotz der nachrevolutionären Zeit gern weiter Juwelenringe, immerhin war Juwelenschmuck ein absolutes Prestigesymbol! Dabei zierten die Ringe kostbare Perlen, Rubine, Saphire oder auch Diamanten und Smaragde.

Ringe in der Zeit der Biedermeier (1815 – 1845)/ verknüpft mit dem Begriff Restauration: Ringe mit Gemme sowie Prestige-Schmuck mit Diamanten, Smaragden, Saphiren und Perlen bleiben in Mode. Überdies kommen Topas, Citrin, Aquamarin sowie Granat oder auch Amethyst hinzu, welche in Ring eingefasst werden. Diese kleinen Steine waren nach den Zeiten der Befreiungskriege sowie dem Zusammenbruch der napoleonischen Ordnung auch für knappes Geld erhältlich. Ebenso wurden Türkisen in schmale Ringe eingearbeitet. Darüber hinaus war Stahlschmuck im Biedermeier gefragt. Hierbei wurden winzig kleine geschliffene Stahlsteinchen auf die Ringe gesetzt. Ebenso wurde für erschwingliche Schmuckstücke Glas als Imitation des Diamanten verwendet, heute als Strass bekannt.

In der Zeit der Besinnung, während der Romantik im Biedermeier, fanden Freundschaftsring ihren großen Auftritt. Ob kleine Portraits in Miniatur-Ausführung oder Symbole sowie Inschriften – die Liebe und Freundschaft wurde in dem Schmuck und den Ringen getragen. Hier wurde auch der Trauerschmuck Kult. So trugen auch Ringe Todessymbole, Daten des Todes sowie weitere Inschriften in Gedenken an den Verstorbenen.

Während der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es die Zeit des Historismus. Hierbei war die Orientierung an der Vergangenheit Fokus. Entstanden aus der Romantik, ging es nun um die Orientierung an Vertrautem, denn die Technik brachte rasend schnell neue Erfindungen hervor, die das Vertraue verdrängten. Doch oft wurden die alten Elemente auf Ringen und Schmuck während der Industrialisierung und Massenproduktion auch nur eingesetzt, um den handwerklichen Ansatz vorzugaukeln. Die Antike und Kunst des Altertums, viele Schnörkeleien und Verzierungen waren im Trend.

Zum Ende des 19. Jahrunderts wurden Schmuckstücke und Ringe mit Natur-Motiven die Stars. Insekten, Pflanzen, Blüten, Blätter wurden auf Ringen dargestellt. Auch im eingeleiteten Jugendstil waren diese Natur-Motive geliebt. Immerhin war der Jugendstil eine Gegenbewegung zu der Industrialisierung. Beliebte Materialien in Deutschland waren hierbei Email, Silber sowie farbige Steine. Erwähnenswert für das Ende des Jahrhundert ist überdies, dass 1869 das erste Diamantvorkommn in Südafrika entdeckt wurde. So waren plötzlich große Diamantvorkommen da. Hierbei wurde der Rosenschliff allmählich vom Brillantschliff abgelöst. Die Proportionen sind dem heutigen Brillantschliff unähnlich, jedoch ist die Anzahl der 58 Facetten identisch. In dieser Zeit ist auch eine Rechteckform typisch, denn die Ecken wurden hier lediglich abgerundet, sodass sich keine ,,saubere runde Form“ des Diamants ergab.

Die nächste große Periode wird als Art Déco bezeichnet, zeitlich auf ca. 1910 bis 1925 angesetzt. Art Déco ging fließend in die Art moderne über. Viel Farbe, Geometrie, florale Elemente und Kontraste waren üblich. Ebenso wurde mit farbigen Linien gearbeitet und ein Stilisieren bis ins Kleinste zeichnete diese Kunst aus. Besonders interessant – Platin wurde erstmalig ausschließlich benutzt und noch dazu gern über und über mit Diamanten besetzt. Beeinflusst von den typischen Formen des Art Déco entwickelten sich auch die besonderen Diamantschliffe wie der Baguetteschliff sowie Trapezschliff.