Wer sich für goldene Trauringe entscheidet, steht früher oder später vor der Frage: Welche Legierung mit Gold wählen wir? Was ist besser - 585 oder 750 Gold? Erfahren Sie, worin die Unterschiede zwischen der 14-karätigen und 18-karätigen Goldlegierung liegen – und welchen Reinheitsgrad Sie für Ihre Eheringe wählen sollten.
Eheringe aus Gold: Legierung als Grundlage für 585er und 750-Gold
Als Feingold wird Gold mit einem Reinheitsgrad von 99,99% bezeichnet. In diesem reinen Zustand ist das Feingold viel zu weich für ein Schmuckstück. Aus diesem Grund wird das Edelmetall immer als Goldlegierung für Schmuck verwendet. Klassisch ist dabei die Dreistoff-Legierung Gold, Kupfer und Silber. Durch das Beimischen der Legierungsmetalle ändern sich die mechanischen, physikalischen und thermischen Eigenschaften. So erhöht sich die Festigkeit und Härte des "Goldes".
Ebenso variieren die Farbvarianten der Goldlegierungen je nach prozentualem Anteil des Goldes und der Legierungselemente. Viel Kupfer sorgt für eine Rottönung. Silber hellt die Goldlegierung hingegen auf. Daher gibt es unterschiedlichste Goldfarben: ein kühles Weißgold oder intensives Rotgold, warmes Gelbgold oder ein zartes Nuss- sowie Roségold.
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Was bedeuten die Zahlen 585 oder 750 auf einem Goldring?
Um zu verstehen, ob 585 oder 750 Gold besser ist, muss man wissen, was die Zahlen auf einem Goldring bedeuten: Diese Zahl ist der Stempel des Feingehaltes und gibt Auskunft darüber, wie hoch der Goldanteil in einem Schmuckstück ist. Der Feingehalt wird traditionell in Karat (kt) ausgewiesen. Heute wird der Feingehalt zusätzlich in Promille angegeben. Diese Zahl zeigt, wie viele Teile von 1.000 aus Feingold bestehen. Ein Stempel wie „750“ bedeutet also, dass 750 von 1.000 Teilen – also 75 % – aus Feingold bestehen. Die gängigsten Goldlegierungen sind dabei:
- 333 (8 Karat)
- 375 (9 Karat)
- 585 (14 Karat)
- 750 (18 Karat)
- 999 (24 Karat)
Ideale Goldlegierung bei Eheringen: 585 oder 750 Gold
Für Verlobungsringe und Eheringe kommen vor allem zwei Goldlegierungen infrage: 585-Gold (14 Karat) und 750-Gold (18 Karat). Beide gelten als hochwertig und langlebig. Doch, was ist die 585er und was die 750er Goldlegierung?
Was ist 585 Gold (14 Karat)
Gold-585 entspricht 14 Karat und der Anteil des Goldes beträgt 585/ 1000, also 58,5%. Die weiteren 41,5% werden mit Silber, Kupfer oder Feinpalladium aufgefüllt. Die 14-karätige Goldlegierung ist kombinierbar mit Platin 600. Die goldene Farbe des 585er Goldes ist hell. Das 14k-Gold ist hart und von guter Qualität.
Höhere Reinheit: 750 Gold (18 Karat)
750-Gold entspricht 18 Karat. Der Goldanteil in dieser Legierung beträgt 75%, in Promille bedeutet dies 750/ 1000. Die restlichen 25% bestehen hauptsächlich aus Silber, Kupfer und Palladium. Die Reinheit des 750er Goldes ist entsprechend hoch und die Farbtöne sind durch den höheren Goldanteil satt. Kombinierbar sind 18-karätige Goldlegierungen mit 950-Platin oder Palladium 950.

Welche Goldlegierung ist besser? 585 vs. 750 Gold
Im Vergleich der 585er und 750er Legierung mit Gold gibt es folgende Hauptunterschiede:
- Goldgehalt/ Feingehalt: 585er Gold hat einen Goldanteil von 58,5%, während 750er Gold 75% Feingold besitzt. Beigemischt werden Palladium-, Kupfer- sowie Silberanteile.
- Preisvergleich: Durch den höheren Gehalt des Goldes ist der Preis für 750-Gold höher als für 585-Gold.
- Farbvergleich: 750 Gold besitzt eine sattere goldene Farbe verglichen mit 585 Gold.
Noch deutlicher werden die Unterschiede zwischen Gold-585 und Gold-750, wenn Sie die Vor- und Nachteile der Legierungen betrachten.
Vor- und Nachteile von 585er Gold:
Vorteile:
- Günstigerer Preis: 585 Gold enthält 58,5 % Gold und ist dadurch spürbar günstiger als 750-Gold. Während ein Gramm 750 Gold – abhängig vom Goldkurs – rund 95 bis 100 Euro kostet, liegt der Preis für ein Gramm 585 Gold meist bei etwa 75 bis 80 Euro. Gerade bei schwereren Eheringen kann das einen deutlichen Preisunterschied ausmachen.
- Gute Alltagstauglichkeit: die 585er Goldlegierung ist hart genug für einen Ehering und das dauerhafte Tragen. Die Kombination aus Stabilität, Farberhalt und Tragekomfort macht die 14-karätige Goldlegierung zu einer beliebten Wahl für Eheringe.
Nachteile:
- Geringerer Goldanteil: 585 Gold enthält weniger Feingold als 750 Gold. Dadurch ist der Materialwert pro Gramm geringer, was sich insbesondere beim reinen Wiederverkaufswert bemerkbar macht.
- Weniger intensiver Goldton: Durch den niedrigeren Goldanteil fällt der Farbton von 585 Gold etwas heller aus als bei 750 Gold. Wer eine besonders satte, warme Goldfarbe bevorzugt, empfindet 750 Gold daher oft als hochwertiger.
- Leichteres Gewicht: Aufgrund des niedrigeren Goldanteils besitzt Gold-585 eine geringere Dichte als 750-Gold. Bei identischem Ringvolumen fällt das Gewicht daher etwas niedriger aus.
750er Gold – Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Höherer Goldanteil: Mit 75 % Feingold besitzt 750 Gold einen höheren Materialwert und eine höhere Reinheit als 585 Gold. Der größere Goldanteil wird international als besonders hochwertig angesehen.
- Edlere Farbwirkung: Durch den hohen Feingoldgehalt wirkt der Farbton goldiger und intensiver. Viele empfinden 750 Gold optisch als klassischer und luxuriöser.
- Höheres Eigengewicht und seidiges Tragegefühl: Durch die höhere Dichte des 18-karätigen Goldes besitzt der 750er Goldring ein größeres Eigengewicht. Bei identischem Volumen wirkt der Ring spürbar massiver. In hochwertigen Manufakturen überzeugt 750 Gold zudem durch ein besonders seidiges, geschmeidiges Hautgefühl – oft angenehmer als 585 Gold.
- Optimierte Härte bei Spezialhärtung: Obwohl 750 Gold aufgrund des höheren Goldanteils grundsätzlich weicher ist, kann es durch moderne Legierungstechniken und Spezialhärtungen eine sehr hohe Widerstandsfähigkeit erreichen – in Spitzenmanufakturen teilweise sogar über dem Niveau herkömmlicher 585 Legierungen.
- Geringerer Materialabrieb: Durch die höhere Dichte und die hochwertige Verarbeitung zeigt 750 Gold bei fachgerechter Fertigung eine sehr stabile Oberflächenstruktur mit geringem Materialverlust über die Jahre.
Nachteile
- Grundsätzlich weicheres Material: Aufgrund des höheren Goldanteils ist 750 Gold ohne zusätzliche Härtung weicher als 585 Gold und damit theoretisch anfälliger für Kratzer.
- Höherer Preis: Der größere Goldanteil führt zu einem spürbar höheren Materialpreis.
- Je nach Verarbeitung weniger robust im Alltag: Bei einfacher industrieller Fertigung kann 750 Gold empfindlicher reagieren als 585 Gold. Die Qualität der Verarbeitung spielt hier eine entscheidende Rolle. Fragen Sie hierzu direkt den Hersteller.
Übersicht: Lieber 585 Gold oder 750?
| Merkmal | 585er | 750er |
| Goldanteil | 58,5 % 585/ 1000 | 75 % 759/ 1000 |
| Farbe | heller | satter |
| Härte | robust | weicher* |
| Kraztfestigkeit | hoch | geringer* |
| Preis | niedriger | teurer |
*Bei hochwertiger handwerklicher Verarbeitung relativieren sich Unterschiede in der Härte und Kratzfestigkeit. Sprechen Sie hier den Hersteller an.
Fazit: Was ist besser - Gold 585 oder 750?
585 Gold (14 Karat) ist eine solide, langlebige und preislich attraktive Wahl für Eheringe. Seine gute Härte überzeugt im Gebrauch und erweist sich als widerstandsfähig im Alltag. Gerade bei kleinerem Budget ist 585 Gold eine empfehlenswerte Entscheidung für den Ehering.
Doch entscheidend ist: Hochwertig verarbeitetes 750 Gold kann 585 Gold deutlich übertreffen – vorausgesetzt, es stammt aus einer erstklassigen Manufaktur. Diesen Manufakturen gelingt es oft dem 750-Gold durch Spezialverfahren eine ähnliche oder sogar höhere Härte als den 14-karätigen 585er Goldringen zu verleihen.
▶ Warum ist 750er Gold besser? 750 Gold (18 Karat) enthält deutlich mehr Feingold. Dadurch wirken 18-karätige Goldringe intensiver, strahlender und hochwertiger. Bei Weißgold-750 ist die Farbe zwar kein ausschlaggebendes Argument - doch auch hier punktet das 750-Weißgold mit dem Tragegefühl. So wie jedes 18-karätige Schmuckstück. Verglichen mit 585er Weißgoldringen wirkt auch das Weißgold als 750er Legierungsmodell spürbar seidiger, liegt satter am Finger und die gesteigerte Wertigkeit wird durch das höhere Gewicht deutlich.
Kurz gesagt: Gold-750 fühlt sich einfach besser an. Wenn zusätzlich die Härte auf dem Niveau oder sogar über Gold 585 liegt, entfällt das klassische Argument zugunsten der 14-karätigen Goldringe. Wer es sich leisten kann, entscheidet sich am besten für 750 Gold aus einer hochwertigen Manufaktur.
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