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Hochzeitsbräuche und -traditionen aus aller Welt: Wo wird wie geheiratet?

Hochzeitsbräuche und -traditionen haben sich über Jahrhunderte rund um die Themen Verlobung und Eheschließung gebildet. Dabei weisen diese von Land zu Land teils große Unterschiede auf – sei es aufgrund kultureller Besonderheiten, religiöser Vorgaben o. Ä. Lange Gästelisten und große Feierlichkeiten gehören aber fast immer dazu. Wo wie geheiratet wird, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was gibt es für Hochzeitsbräuche?

Hochzeitsbräuche gibt es viele – und je nach Land, Kultur und Religion können diese ganz unterschiedlich aussehen. Während es in einem Land besonders wichtig ist, vor einer Eheschließung die Erlaubnis der Eltern einzuholen, spielt in einem anderen vor allem die Gästeliste eine – im wahrsten Sinne des Wortes – große Rolle. In manchen Kulturen beginnen die Hochzeitsfeierlichkeiten schon einige Tage vor der eigentlichen Eheschließung, in anderen werden sie lautstark am Tag der Feier eingeläutet.

Doch wie sehen Bräuche und Traditionen rund um die Hochzeit in verschiedenen Ländern und Kulturen aus?

▶ Österreichische/deutsche Hochzeitsbräuche

In Deutschland und Österreich ähneln sich gewisse Hochzeitsbräuche durchaus. Vor allem im Grenzgebiet Bayern/Tirol sowie in einigen weiteren österreichischen Bundesländern gibt es zahlreiche verschiedene Bräuche, die auch heute noch regelmäßig rund um eine Eheschließung zelebriert werden. Zu den bekanntesten zählen:

  • Gewehrschüsse am frühen Morgen der Hochzeit, um die zukünftigen Eheleute zu wecken.
  • Reiswerfen, wenn die Frischvermählten nach der Trauung aus der Kirche/aus dem Standesamt kommen.
  • Spalierstehen, bei dem das Brautpaar nach der Trauung von den Gästen empfangen wird. Symbolisch steht das sowohl für das erste Hindernis, das das Paar gemeinsam bewältigt, als auch für die Familie und Freunde, die immer für die Frischvermählten da sind.
  • Brautentführung, bei der die Braut von Freund*innen entführt wird und vom Bräutigam gefunden werden muss. Nicht selten wählt die entführende Gesellschaft als „Versteck“ ein Lokal auf, in dem ausreichend getrunken wird. Der Bräutigam muss oftmals die daraus entstandene Rechnung bezahlen sowie andere Aufgaben lösen, um seine Frischangetraute wieder zurückzubekommen.
  • Versteigerung des Brautschuhs oder des Strumpfbandes, bei der eines der beiden genannten an den/die Höchstbietende/n verkauft wird, um etwas Geld in die Kasse des neuen Ehepaares zu spülen.
  • Werfen des Brautstraußes, bei dem diejenige, die ihn fängt, der Tradition nach als nächstes heiraten soll/wird.
  • Anschneiden der Hochzeitstorte, bei dem jene Person in der künftigen Ehe die Hosen anhaben soll, die die Hand beim Anschneiden oben hat.
  • Zerschlagen von Porzellan, bei dem altes Geschirr auf den Boden geworfen und zerdeppert wird. Das soll dem Brautpaar Glück bringen.
  • u. v. m.

Hochzeitsbräuche in Österreich und Deutschland

▶ Polnische Hochzeitsbräuche

In Polen beginnt der Hochzeitstag des zukünftigen Ehepaars damit, dass die Braut von ihrem Bräutigam und dessen Familie zu Hause abgeholt wird. Doch bevor er seine Zukünftige in die Arme schließen kann, muss er sie erstmal „abkaufen“. Bezahlen muss er dabei bei zwei Verwandten, die sich vor dem Elternhaus der Braut postieren und auf den Bräutigam warten. In der Regel ist die Währung hier aber keineswegs Geld, sondern zumeist Wodka. Erst in einem zweiten Schritt muss der Bräutigam mit Geld herausrücken.

Sobald der Bräutigam bis ins Innere des Hauses zu seiner Liebsten vorgedrungen ist, bekommt das Paar den Segen der Eltern und kann zur Hochzeitsfeier aufbrechen. Auf dem Weg zur Kirche muss aber immer wieder einmal angehalten werden, um die Nachbarn ebenfalls zu „bezahlen“, die den Weg versperren – für die Erwachsenen gibt es Wodka, für die Kinder Süßigkeiten.

Nach der Trauung und bei der Ankunft an der Feierlocation bekommt das Brautpaar zwei Gläser – in einem ist Wasser, in einem Wodka. Die Tradition besagt, dass jene Person, die den Wodka abbekommt, der dominante Part in der Ehe sein wird.

Gut zu wissen: Grundsätzlich sind polnische Hochzeiten groß und sehr familiär, es wird lange gefeiert und getanzt sowie reichlich gegessen und vor allem getrunken.

 

Henna-Bemalungen vor einer türkischen Hochzeitszeremonie

▶ Türkische Hochzeitsbräuche

Türkische Hochzeiten sind groß und pompös. Oftmals dauern die Feierlichkeiten mehrere Tage und es sind nicht selten mehrere hundert Gäste eingeladen. Auf die drei Phasen vor der Hochzeit (Kiz isteme, Söz kesme und Nisan), die den Bewilligungsbesuch, das Versprechen und die Verlobungsfeier darstellen, folgt die Vorbereitung der Feier – diese dauert rund ein halbes Jahr.

Einen Tag vor der Hochzeit findet dann der Henna-Abend statt. Hierzu finden sich die weiblichen Verwandten und Freundinnen der Braut in deren Elternhaus ein, um ihren Austritt aus der Familie zu betrauern.

Traditionellerweise trägt die Braut dabei ein rotes Tuch über dem Kopf, das ihre Tränen und die Trauer über den Austritt aus der Familie verstecken soll. Im Anschluss werden die Feierlichkeiten aber fröhlicher und die Hände der Braut werden kunstvoll mit Hennafarbe verziert.

Am Hochzeitstag selbst wird die Wohnung der Brautleute mit Gaben wie dem Koran, einem Spiegel, einer Kerze, Reis und Zucker ausgestattet. Diese Dinge symbolisieren die Zugehörigkeit zum Glauben und sollen dem Paar Fruchtbarkeit und ein harmonisches Zusammenleben bringen.

▶ Russische Hochzeitsbräuche

Bei russischen Hochzeiten wird – ähnlich wie bei polnischen – viel gegessen, getrunken und gefeiert. Und es gibt außerdem jede Menge Hochzeitsbräuche. Welche das sind?

  • Vor der Trauung zerschmettert das zukünftige Ehepaar erstmal Porzellan – das soll Glück bringen. Das gemeinschaftliche Zusammenfegen im Anschluss steht dabei für den Strang, an dem das Paar in Zukunft gemeinsam ziehen wird.
  • Für die Feier wird ein sogenannter Tamada engagiert, der als Festmoderator durch die Feierlichkeiten führt und die einzelnen Programmpunkte ansagt und begleitet.
  • Während bei polnischen Hochzeiten ein Glas Wodka darüber bestimmt, wer in der künftigen Ehe die Hosen anhaben soll, tut das bei einer russischen Hochzeit ein Apfel: Das Brautpaar beißt gemeinsam von einem großen Apfel ab. Die Person, die das größere Stück abbeißt, ist dem Brauch zufolge der dominante Part in der Beziehung.
  • Zur Tradition gehört es auch, dass der Braut im Laufe der Feierlichkeiten von einer festgelegten Gruppe ihr Schuh gestohlen wird. Um ihren Hochzeitstanz wieder mit beiden Schuhen absolvieren zu können, kauft die Hochzeitsgesellschaft den Schuh von den Dieben zurück. So kommt in der Regel ein schönes Sümmchen für das Brautpaar zusammen.

Schwedisches Brautpaar mit Blumenkranz

▶ Schwedische Hochzeitsbräuche

In Schweden werden zur Hochzeit auch bestimmte Traditionen hochgehalten: So ist es zum Beispiel ein weitverbreiteter Brauch, dass die Braut statt eines Schleiers einen Kranz aus heimischen Blumen auf dem Kopf trägt. Zusätzlich trägt sie bei traditionellen Hochzeiten kleine Blumensträuße an Hand- und Fußgelenken, die die Reinheit und Unschuld der Braut symbolisieren sollen.

Häufig lässt sich das Brautpaar außerdem Kräutersäckchen in die Hochzeitskleidung einnähen: Diese sollen reinigend wirken und so Verfehlungen aus der Vergangenheit der Brautleute verschwinden lassen. So können sie in eine unbeschwerte und glückliche gemeinsame Zukunft starten.

Abgesehen von den floralen Ausschmückungen des Brautpaares zeichnen sich schwedische Hochzeiten überdies vor allem durch die Mengen an Alkohol aus, die konsumiert werden. Im trinkfreudigen Norden gibt es nicht selten einen Zeremonienmeister, der für Trinksprüche verantwortlich ist. Werden während der Feierlichkeiten Glückwünsche und Toasts auf das Brautpaar ausgebracht, werden diese ausgiebig begossen.

▶ Kolumbianische Hochzeitsbräuche

In der kolumbianischen Kultur hat der Respekt gegenüber der Familie einen besonders hohen Stellenwert. Daher gehört es zum Standardprogramm, dass der Mann beim Vater der (hoffentlich) zukünftigen Braut um deren Hand anhält und somit die Erlaubnis einholt, diese heiraten zu dürfen. Hat der baldige Bräutigam erstmal die Zustimmung des Brautvaters, ist bereits ein wichtiger Teil der Hochzeitsplanung absolviert.

Gut zu wissen: Zwar besteht in der Regel nicht die Pflicht, die Erlaubnis des Brautvaters einzuholen, aus Gründen des Respekts wird diese Tradition größtenteils aber beibehalten.


Vor der Hochzeit findet dann eine Verlobungsfeier statt, bei der alle Verwandten und Freunde des Brautpaares anwesend sind und ihm Geschenke überreichen. Häufig sind unter den Geschenken Dinge für das neue Zuhause der Bald-Eheleute. Auch die Hochzeitsfeier an sich ist in der Regel laut, bunt und groß. Mehrere hundert Gäste feiern die Frischvermählten und stoßen mit ihnen an, tanzen und essen reichlich.

Eine besonders schöne Tradition ist die sogenannte hora loca (dt.: verrückte Stunde): Die Feiernden tragen traditionelle Hüte, Masken etc. und tanzen ausgelassen wie auf dem Karneval. Nebenher wird viel Aguardiente (= ein bekannter kolumbianischer Schnaps, den man mit feuriges Wasser übersetzen kann) getrunken. Zu Ende sind die Feierlichkeiten meist nicht vor den frühen Morgenstunden und dann meist auch erst, wenn der Vater der Braut sie beendet.

Indisches Hochzeitspaar

▶ Indische Hochzeitsbräuche

Eine indische Hochzeit geht stets mit einer Vielzahl an verschiedenen Bräuchen einher. Die meisten davon stammen aus dem Hinduismus, wo die Ehe als heiliges Sakrament gilt. Für viele Inder*innen ist die Hochzeit der Höhepunkt ihres Lebens und muss dementsprechend groß und prunkvoll gefeiert werden – nicht selten mit bis zu 1000 Gästen.

Eine Hochzeit dient dabei meist nicht nur der Vermählung zweier Liebender, sondern auch der Vorführung des Wohlstandes der Brautfamilie, die der Tradition zufolge die Trauung und das Fest austrägt. Die Brautfamilie ist es auch, die eine Mitgift für den Bräutigam in die Ehe einbringt.

Interessantes Detail: Trotz mittlerweile gelockerter Ehegesetze in Indien kommt es bis heute immer wieder vor, dass sich das Brautpaar erst am Tag der Hochzeit kennenlernt.


Die Hochzeitszeremonie an sich ist in Indien eine besonders bedeutsame und aufgrund zahlreicher Riten und Traditionen sehr aufwändig. Sie dauert nicht selten mehrere Tage. Hier ein kurzer Überblick, wie eine solche Zeremonie abläuft:

  1. Der Bräutigam wird empfangen (Vara Satkaarah).
  2. Die Gäste werden durch eine Lichtsegnung begrüßt (Aarathi).
  3. Der höchste indische Gott, Ganesh, wird begrüßt (Ganesh Puja & Sankalpam).
  4. Die Braut wird an den Bräutigam übergeben (Vara puja & Kanya daan).
  5. Die Braut wird in die Familie des Bräutigams aufgenommen (Maangalya Dharanam).
  6. Der Bräutigam nimmt seine Braut als Ehefrau an (Paani Grahanam).
  7. Der Feuergott Agni wird geehrt (Pradhaana Homam).
  8. Die Braut wird auf das Leben als Ehefrau vorbereitet (Shila Arohan).
  9. Das Hochzeitsfeuer wird entzündet (Laja-Homah).
  10. Die Hochzeit wird legalisiert (Sapta Padi).
  11. Das Brautpaar wird vereinigt (Varamala & Talambraalu).
  12. Das Brautpaar wird mit Reis und Blütenblättern überschüttet (Aashirvadah).

Ablauf einer indischen Hochzeitszeremonie

▶ Afrikanische Hochzeitsbräuche

Je nach Stamm, Region oder Land gibt es in Afrika zahlreiche unterschiedliche Bräuche rund um die Hochzeit. Was jedoch häufig ähnlich ist, ist die Art der Verlobung. Hier kommt in der Regel kein Verlobungsring zum Einsatz, wie es beispielsweise in vielen Teilen Europas der Fall ist. Zumeist bezahlt der zukünftige Ehemann eine Mitgift an die Brautfamilie aus. Dabei handelt es sich nicht selten um Vieh. Stattdessen kann die Brautfamilie aber auch um Kleidung, Geld o. Ä. bitten.

  • Je nach Stamm und Region muss das künftige Ehepaar außerdem um Erlaubnis beim örtlichen Chef, dem Stammesanführer, bitten. Wichtig ist aber auch, dass die beiden Familien des Paares mit der Ehe einverstanden sind.
  • Wenn sie die gesammelte Zustimmung haben, kann es an die Vorbereitungen gehen. Zu diesen gehört u. a., dass sich die Bald-Braut in die Obhut der älteren Frauen im Stamm begibt, um sich von ihnen alles Wichtige über Ehe und Mutterschaft beibringen zu lassen.

Interessantes Detail: Bei den Ndebele in Südafrika teilt sich eine Hochzeit in drei Etappen, die über mehrere Jahre gehen kann. Zuerst wird der Brautpreis verhandelt. Als Nächstes begibt sich die Frau in die oben bereits erwähnte Obhut älterer Frauen, um von ihnen zu lernen. Anschließend beginnt die dritte und letzte Phase, die eigentliche Hochzeit. Diese Phase gilt allerdings erst als beendet, wenn die Frau ihr erstes Kind zur Welt bringt.


Bedeutende Heiratstraditionen einiger afrikanischer Völker drehen sich außerdem um den Vollzug der Ehe bzw. die Jungfräulichkeit der Braut. So finden sich bei kongolesischen Hochzeiten nicht selten nach der Hochzeitsnacht Frauen von beiden Seiten der Familie im Schlafzimmer des Paares ein. Wenn auf dem Bett kein Blut gefunden wird, kann die Jungfräulichkeit der Braut nicht bestätigt werden und der Bräutigam kann die Ehe absagen sowie die Mitgift zurückverlangen.

Vietnamesisches Brautpaar

▶ Vietnamesische Hochzeitsbräuche

Eine vietnamesische Hochzeit findet in der Regel erst mit dem Einverständnis der Eltern statt. Es ist zwar nicht mehr verpflichtend, dies zu tun, wird aber trotzdem von vielen Paaren als der wichtigste Faktor einer Eheschließung angesehen.

Ist die Erlaubnis einmal erteilt, geht es vor der eigentlichen Hochzeit an die Verlobungsfeier. Zu diesem Anlass besucht die Familie des Bräutigams die Familie der Braut, um die Erlaubnis einzuholen, die Braut heiraten zu dürfen. Eine ungerade Anzahl von Auserwählten begleiten dabei den Bräutigam und überreichen der Familie der Braut Geschenke. Diese werden an die gleiche Anzahl unverheirateter Mädchen auf der Seite der Braut überreicht. So werden die beiden Familien zusammengeführt.

Am Tag der Hochzeit gibt es einen weiteren Besuch der Familie des Bräutigams. Hier wird nochmals um Erlaubnis gebeten – dieses Mal auch bei den Vorfahren (und zwar in einem gemeinsamen Gebet). Danach kann die eigentliche Hochzeitsfeier, zu der meist mehrere hundert Gäste geladen sind, losgehen.

Hochzeitsbräuche aus aller Welt: vielfältig & besonders

So verschieden Kulturen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Hochzeitstraditionen. Während es für die einen vor allem eine große Party mit Musik, Essen und jeder Menge Getränken ist, ist es für die anderen ein heiliges Ritual, das höchst feierlich und über mehrere Tage hinweg begangen wird. Was alle aber gemein haben: Die Verbindung zweier Liebender steht im Fokus und soll im festlichen Rahmen besiegelt werden.

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